Studie: Kann Klopfakupressur bei Jobstress und Burnout helfen?

Klopfen gegen Jobstress? Was diese neue Übersichtsarbeit zeigt

Viele Menschen spüren heute, wie schnell beruflicher Druck in Erschöpfung kippen kann. Genau hier setzt eine neue Übersichtsarbeit von Amelia Rizzo und Kollegen an: Sie untersucht, ob EFT beziehungsweise Klopfakupressur helfen könnte, Jobstress zu verringern und Burnout vorzubeugen. Das Spannende daran: Die Autoren betrachten EFT nicht einfach als Entspannungstechnik, sondern als Ansatz, der gedankliche Fokussierung mit körperlicher Selbststimulation verbindet.

Beim genauen Hinsehen bleibt die Studie zugleich erfreulich nüchtern. Es handelt sich nicht um eine einzelne große klinische Untersuchung, sondern um eine Review-Arbeit. Die Autoren sichteten Studien aus Datenbanken wie PubMed, PsycINFO, Web of Science, Medline und CINAHL Plus und fanden am Ende nur sieben relevante Arbeiten seit 2010, davon lediglich drei nach 2020. Allein das zeigt schon: Das Thema ist interessant, aber die Forschungslage im Arbeitskontext noch erstaunlich dünn.

Trotzdem lohnt sich der Blick. Die Review beschreibt positive Ergebnisse in ganz unterschiedlichen Berufsgruppen: bei Beschäftigten im Gesundheitswesen, bei Lehrern, bei Krankenhauspflegekräften, bei Pflegekräften in der COVID-19-Versorgung, bei Unternehmern und bei Mitarbeitenden einer pädiatrischen Notaufnahme.

Besonders interessant ist, dass die einbezogenen Interventionen sehr unterschiedlich waren: von einer einmaligen kurzen Online-Sitzung bis zu zwei Wochen Übungspraxis. In mehreren dieser Studien wurden Rückgänge von Stress, psychischer Belastung oder Burnout-Maßen berichtet. Bei einer randomisierten kontrollierten Studie mit 72 Pflegekräften in der COVID-19-Versorgung zeigte eine geführte Online-Gruppensitzung Verbesserungen bei Stress, Angst und Burnout.

Die Autoren sehen die Stärke von EFT darin, dass der Ansatz nicht nur „im Kopf“ arbeitet, sondern emotionale und körperliche Stressreaktionen gleichzeitig anspricht. Genau deshalb halten sie EFT für einen möglichen Baustein in betrieblichen Gesundheitsprogrammen.

Fazit

Diese Arbeit ist interessant weil sie zeigt, dass Klopfakupressur inzwischen auch im Bereich Arbeitsstress und Burnout ernsthaft wissenschaftlich diskutiert wird. Gleichzeitig ist sie ein guter Schutz vor Übertreibung. Die Richtung ist vielversprechend, aber die Evidenz im Berufsalltag ist noch nicht breit und robust genug, um große Versprechen zu machen. Diese Studie ist ein guter Hinweis auf ein wachsendes Forschungsfeld – nicht als endgültiger Beweis, sondern als fundierte Einladung, genauer weiterzuforschen.

Quelle: Rizzo, A., Laachi, S., Ait Ali, D., Khabbache, H., Güler Öztekin, G., Aksoy, Ş., Alkhulayfi, A. M. A., Yıldırım, M., & Chirico, F. (2025). The efficacy of emotional freedom techniques and tapping in reducing job stress and burnout: a review of research. Mental Health and Social Inclusion, 29(6), 782–799.

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Wichtig: Die hier vorgestellte Methode der Klopfakupressur (EFT) versteht sich als komplementäre Maßnahme zur emotionalen Selbsthilfe. Sie ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei starker oder anhaltender psychischer Belastung kann es sinnvoll sein, zusätzlich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.