Tipp der Woche: Klopfen bei Allergien – einen Versuch wert?

Das Vorgehen bei allergischen Reaktionen entspricht dem, das wir auch bei anderen körperlichen Themen anwenden. Über die Körpersymptome erhältst Du direkten Zugang zu möglichen psychosomatischen Hintergrundthemen. Deshalb klopfst Du zunächst ausschließlich auf die Körpersymptome.

Oft können sich die Körpersymptome bereits dadurch verändern oder nachlassen – manchmal sogar deutlich. Das ist jedoch nicht das eigentliche Ziel. Mach Dir also keine Sorgen, wenn sich Deine Körpersymptome zunächst nicht verändern. Das Klopfen auf die Körpersymptome kann trotzdem einen Zugang zum dahinterliegenden Thema schaffen. Wenn sich dieses klärt oder an Bedeutung verliert, kann sich auch die körperliche Reaktion verändern oder ruhiger werden.

Anleitung

1. Notiere alle Körpersymptome so genau und differenziert wie möglich. Wenn Du im Moment keine Symptome hast, erinnere Dich an eine konkrete Situation, in der sie aufgetreten sind. Spüre noch einmal hinein und schreibe sie auf. Klopfe zuerst auf das Körpersymptom, das Du am deutlichsten wahrnehmen kannst.

  • a) Das Symptom wird besser:
    Klopfe weiter auf das jeweils stärkste Körpersymptom, bis sich die Symptome deutlich beruhigt haben oder kaum noch spürbar sind.
  • b) Das Symptom verändert sich:
    Häufig verändern sich Körpersymptome während des Klopfens. Sie werden besser, dann wieder stärker, wandern vielleicht von rechts nach links oder verändern ihre Qualität (dumpf → stechend → ziehend → kribbelnd …). Überprüfe nach jeder Klopfrunde, wie sich die Symptome verändert haben, und folge ihnen („dem Schmerz hinterher klopfen“). Wenn irgendwann Emotionen auftauchen oder sich nichts mehr verändert: Schritt 2.
  • c) Das Symptom bleibt gleich:
    Klopfe weiterhin konsequent auf das dominierende Körpersymptom, bis Emotionen auftauchen. Das kann manchmal länger dauern – Stunden oder sogar Tage. Dann: Schritt 2.

2. Schreibe alle Emotionen auf, die während des Klopfens auftauchen. Klopfe (mit dem EFT-Grundrezept) zuerst die stärkste Emotion.

Wenn keine Emotionen von selbst erscheinen, klopfe die Gefühle, die dadurch entstehen, dass Du dieses Körperproblem hast.

Oft tauchen irgendwann Emotionen auf, die scheinbar keinen direkten Bezug mehr zum Körperproblem haben. Häufig erscheinen auch Bilder, Erinnerungen, Worte oder Sätze, innere Stimmen oder Symbole (→ Schritt 3).

Wenn das nicht geschieht, frage Dich nach einiger Zeit:
„Wenn mein Körperproblem eine Emotion wäre – welche wäre es?“

Klopfe diese Emotion(en) weiter (mit dem EFT-Grundrezept), bis sie Dich zu möglichen Hintergrundthemen führen → Schritt 3.

3. Bearbeite das Hintergrundthema mit den EFT-Techniken, die Du kennst (Grundrezept, Tell-the-Story-Technik, Filmtechnik usw.) – je nach Thema und Bedarf.

Diese und weitere differenzierte EFT-Ansätze lernst Du im EFT Klopfakupressur Modul 2 – mit vielen Demonstrationen, verständlichen Erklärungen und sicher begleitetem Üben.

Wichtig: Die hier vorgestellte Methode der Klopfakupressur (EFT) versteht sich als komplementäre Maßnahme zur emotionalen Selbsthilfe. Sie ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei starker oder anhaltender psychischer Belastung kann es sinnvoll sein, zusätzlich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.