Wissenschaft: Übersicht über die Studienarten, die es zum EFT gibt

Meta-Analysen

Eine Meta-Analyse ist eine wissenschaftliche Methode, mit der die Ergebnisse mehrerer ähnlicher Studien zusammengefasst und statistisch ausgewertet werden. Sie hilft, übergreifende Erkenntnisse aus verschiedenen Einzelstudien zu gewinnen. Diese Methoden fassen bereits vorhandene Forschungsergebnisse zusammen, um einen umfassenden Überblick über ein bestimmtes Thema zu geben.

  • Systematische Übersichtsarbeiten sammeln alle relevanten Studien zu einer bestimmten Fragestellung und bewerten sie anhand klar definierter Kriterien. Ziel ist es, ein möglichst objektives und vollständiges Bild des Forschungsstandes zu erhalten. 2024 gab es bereits 11 solcher Übersichtsarbeiten zum EFT.
  • Meta-Analysen gehen noch einen Schritt weiter: Sie analysieren die Ergebnisse dieser Studien mit statistischen Methoden, um allgemeine Aussagen über die Wirksamkeit einer Behandlung zu treffen. 2023 gab es bereits 29 solcher Meta-Analysen zum EFT.

Besonders aussagekräftig sind Meta-Analysen mit individuellen Teilnehmerdaten (IPD), bei denen die Originaldaten der einzelnen Studien kombiniert und neu ausgewertet werden.

Übersichtsarbeiten

Eine Übersichtsarbeit, auch als Literaturübersicht bekannt, fasst bereits veröffentlichte Forschung zu einem bestimmten Thema zusammen. Sie gibt einen Überblick über den aktuellen Wissensstand, stellt jedoch keine neuen Forschungsergebnisse vor. 2024 gab es bereits 26 solcher Übersichtsarbeiten zum EFT.

Eine spezielle Form davon ist die systematische Übersichtsarbeit, bei der eine detaillierte Suchstrategie genutzt wird, um alle relevanten Studien zu einem bestimmten Thema zu analysieren. Ziel ist es, Verzerrungen zu minimieren und ein möglichst objektives Bild des Forschungsstandes zu erhalten. 2024 gab es bereits 11 solcher systematischen Übersichtsarbeiten zum EFT.

Systematische Übersichtsarbeiten sammeln alle verfügbaren Studien zu einer bestimmten Fragestellung, während eine Meta-Analyse diese Studien statistisch auswertet und kombiniert. Eine besondere Form ist die Meta-Analyse mit individuellen Teilnehmerdaten (IPD), die als besonders zuverlässige Methode gilt.

Randomisierte kontrollierte Studien (RCT)

Diese Studien gelten als der „Goldstandard“ der Forschung, weil sie sehr zuverlässig zeigen können, ob eine Behandlung tatsächlich wirkt.

  • Die Teilnehmer werden per Zufall (randomisiert) zwei Gruppen zugeteilt: Eine erhält die Behandlung (z. B. EFT), die andere eine Kontrollbehandlung oder keine Behandlung.
  • Durch den Vergleich beider Gruppen kann man herausfinden, ob die beobachteten Verbesserungen tatsächlich auf die Behandlung zurückzuführen sind oder andere Faktoren eine Rolle spielen.

RCTs sind besonders wichtig, um die Wirksamkeit neuer Methoden wissenschaftlich zu belegen.

2024 gab es bereits 99 solcher RCT-Studien zum EFT.

Unkontrollierte Ergebnisstudien

Diese Studien untersuchen die Wirkung einer Behandlung, jedoch ohne eine Vergleichsgruppe.

  • Alle Teilnehmer erhalten die gleiche Behandlung, und es wird beobachtet, ob sich ihre Symptome verbessern.
  • Da keine Kontrollgruppe vorhanden ist, kann nicht sicher ausgeschlossen werden, dass andere Faktoren (z. B. der Placebo-Effekt) die Veränderungen verursacht haben.

Unkontrollierte Studien sind oft der erste Schritt, um herauszufinden, ob eine Methode vielversprechend ist, bevor sie in strengeren Studien wie RCTs getestet wird.

2023 gab es bereits über 75 solcher unkontrollierten Ergebnisstudien zum EFT.

Studien zu Behandlungsergebnissen

Diese Studien untersuchen, wie sich EFT auf medizinische oder psychologische Beschwerden auswirkt. Dafür werden entweder zwei Gruppen mit ähnlichen Symptomen verglichen oder dieselbe Gruppe vor und nach der EFT-Behandlung untersucht. Solche Studien messen Veränderungen bei Themen wie Heißhunger, chronischen Schmerzen, Depressionen, Angststörungen oder PTBS (posttraumatische Belastungsstörung).

Studien zur Analyse einzelner Therapiebausteine

Diese Studien untersuchen Therapien mit mehreren Bestandteilen, um herauszufinden, welche Elemente tatsächlich für die positiven Veränderungen verantwortlich sind. Ziel ist es, die wirksamsten Komponenten der EFT-Technik zu identifizieren. Da großes Interesse daran besteht, wie genau EFT wirkt, wurden bereits mehrere solcher Studien durchgeführt.

Klinische Berichte

Klinische Berichte beschreiben, wie die Technik des Emotional Freedom Techniques (EFT) bei bestimmten Gruppen angewendet wird – zum Beispiel bei Menschen mit Epilepsie, Kriegsveteranen, Kindern, Flüchtlingen oder Gefangenen. Oft handelt es sich dabei um einzelne Fallstudien.

Klinische Fallstudien

Hier werden einzelne Patienten oder kleine Gruppen über einen längeren Zeitraum beobachtet, um detaillierte Einblicke in ihre Erfahrungen mit einer Behandlung zu bekommen.

  • Sie liefern wertvolle Informationen darüber, wie eine Methode in der Praxis funktioniert, sind aber weniger verallgemeinerbar als größere Studien.
  • Oft werden sie genutzt, um Hypothesen für weitere Forschung zu entwickeln.

Ein Beispiel wäre eine Fallstudie über einen Patienten mit chronischer Angst, der durch EFT eine deutliche Verbesserung erlebt.

Systematische Beobachtungen

Diese Methode wird genutzt, um Verhaltensweisen oder Veränderungen in einer Gruppe über eine längere Zeit objektiv zu dokumentieren.

  • Im Gegensatz zu Fallstudien werden hier oft größere Gruppen untersucht.
  • Es gibt feste Regeln für die Beobachtung, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse möglichst objektiv sind.

Diese Art von Studie wird oft in der Psychologie oder Medizin genutzt, um den natürlichen Verlauf einer Krankheit oder die langfristigen Auswirkungen einer Behandlung zu erfassen.

Einzelfallstudien

Eine Einzelfallstudie ist eine besonders detaillierte Untersuchung einer einzigen Person oder eines einzelnen Falls.

  • Sie liefert tiefgehende Einblicke, hat aber eine begrenzte Aussagekraft, weil die Ergebnisse nicht unbedingt auf andere Menschen übertragbar sind.
  • Einzelfallstudien werden oft genutzt, um neue Therapieansätze zu testen, bevor größere Studien durchgeführt werden.

Ein Beispiel wäre eine Untersuchung, wie eine Person mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) auf eine spezielle EFT-Technik reagiert.

Theoretische Abhandlungen

Diese Arbeiten beschäftigen sich nicht mit direkten Experimenten oder Studien, sondern mit der theoretischen Grundlage eines Themas.

  • Sie analysieren bestehende Forschungsergebnisse, stellen neue Hypothesen auf oder entwickeln Modelle, um bestimmte Phänomene besser zu verstehen.
  • Theoretische Abhandlungen sind wichtig, um neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, die später durch empirische Forschung überprüft werden können.

Ein Beispiel wäre eine Abhandlung über die psychologischen Mechanismen, durch die EFT wirkt.

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