Tipp der Woche: Grundlagen Psychotraumatologie 16

Trauma-Therapie

Gestalttherapie

In der Gestalttherapie Körper, Geist und Seele nicht isoliert betrachtet. Alle drei Ebenen beeinflussen sich aus dieser Perspektive wechselseitig und sind somit in der Therapie entsprechend zu berücksichtigen. Außerdem wird der Mensch hier innerhalb seines sozialen Umfeldes betrachtet.

Der Kontaktgrenze zwischen Einzelperson und seiner Umgebung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Kontaktstörungen zu sich oder zur Außenwelt haben nach der Lehre der Gestalttherapie eine Unterdrückung oder Verleugnung von natürlichen Bedürfnissen zur Folge. Das kann zu problematischen Verhaltens- und Erlebnisweisen führen.

Bei dem Erleben einer traumatischen Situation kann es sein, dass diese Kontaktgrenze danach vom Betroffenen gar nicht mehr gespürt wird und die klassischen Methoden der Gestalttherapie dadurch versagen, da die Selbstregulierungskräfte des Betroffenen nicht mehr aktiviert werden können. Die Gestalttherapie wird dann so angepasst, dass dem Betroffenem erst einmal eine Vorstellung davon aktiv vermittelt werden muss, dass es so etwas wie Grenzen und Bedürfnisse überhaupt gibt.

Spezielle gestalttherapeutische Techniken, die den Ausdruck von Gefühlen wie Wut, Hass und Aggression verstärken, werden dann sehr vorsichtig eingesetzt. Die Betroffenen sollen diese jederzeit kontrollieren können und nicht befürchten müssen, von diesen Gefühlen überschwemmt zu werden.

Außerdem können Schwierigkeiten bei der Förderung der Körperwahrnehmung auftreten, wenn die Aufmerksamkeit durch entsprechende Fragen auf Körpersignale gelenkt wird, welche mit einem traumatischen Ereignis assoziiert werden, diese Situation aber als eine zu verheimlichende Schande erlebt wurde.

Näheres zur Gestalttherapie auf Wikipedia…

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Weiter: Grundlagen Psychotraumatologie 17 (Veröffentlichung am 01.10.2021)