Tipp der Woche: Ressourcen schicken

Emotionen verfügbar machen („Ressourcen schicken“) als Ergänzung zur EFT Klopfakupressur

Es gibt Situationen, da wünschst Du Dir, „besser drauf“, also ressource-voller zu sein, als Du es normalerweise tatsächlich bei solchen Gelegenheiten erlebst. Gemeint sind die Situationen in denen Du Dir eine bestimmte Emotion wie Kraft, Mut, Ausgeglichenheit, etc. wünschst, die nicht einfach so da ist. Gegen belastende Emotionen kannst Du ja einfach mit EFT lösen.

Internale (innerliche) Ressourcen sind alle Möglichkeiten, Fähigkeiten, Talente, positiven Gefühle und Launen, Fertigkeiten usw., die Du von Dir kennst. Allerdings sind Kontexte und Ressourcen zwei verschiedene Dinge, die leider nicht immer unbedingt zusammengehören. So sind Dir manche Ressourcen in bestimmten Situationen nicht verfügbar, obwohl sie Dir in anderen Kontexten zur Verfügung stehen (z.B. Selbstsicherheit beim Squash-Spielen, der Dir beim Rapport vor der Geschäftsleitung gänzlich fehlt). Wäre es nicht schön, wenn Du solche Ressourcen auf andere Situationen übertragen zu könntest? Du kannst..:

Anleitung

  1. Dissoziation: Tu innerlich so, als würdest Du Dir selbst dabei zuschauen, wie Dein ICH „dort vorne“ eine vergangene konkrete (d.h.: tatsächlich, an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit stattgefundene) Situation erlebt. Beobachte sie wie ein Theaterstück, so als stündest Du daneben. (Ausnahmsweise kannst Du Dir so auch eine, in der Zukunft erwartete Situation, die Du so noch nicht erlebt hast, vorstellen.)
  2. Welche Ressource (Emotion) könnte Dein Selbst „dort vorne“ in dieser Situation gebrauchen? Was fehlt Deinem ICH dort an internalen Ressourcen? Fallen Dir nur externale (äußere) ein (z.B. Freunde, Geld, freundliche Menschen, Natur, etc.) , dann frage Dich, wie sich Dein ICH „dort vorn“ fühlen würde, wenn das da wäre.
  3. Wann hast Du diese Ressource schon einmal intensiv erlebt? Wann genau? In welcher konkreten (s.o.!) Situation? Es spielt dabei keine Rolle, ob diese Situation irgend etwas mit der zu bearbeitenden zu tun hat oder dieser irgendwie ähnlich ist. Das einzige, das zählt ist, dass Du in ihr intensiv die Ressource erlebt hast, die Dir in der Problemsituation wünschst.
  4. Assoziation: Tu innerlich so, als würdest Du diese (konkrete!) Situation jetzt in diesem Augenblick noch einmal erleben. Schau Dich innerlich um, nimm wahr, was Du hörst, spüre, was Du fühlst (innerlich und am Körper), rieche, was in der Luft liegt und vielleicht hast Du sogar einen bestimmten Geschmack dabei. Spüre dabei, wie sich diese Ressource im Körper anfühlt (jede Ressource fühlt sich irgendwie im Körper an!!!), wo Du sie spürst und wie genau sie sich anfühlt.
  5. Maximierung: Wie verändert sich das Körpergefühl, wenn die Ressource nun intensiver wird? Verändert sich das Gefühl vielleicht in Qualität, Quantität, Größe oder Form? Zieht es vielleicht irgendwo anders hin? Oder entsteht vielleicht irgendwo anders im Körper ein zusätzliches Gefühl? Was passiert, wenn es noch stärker wird? Mach es nun so intensiv, wie Du nur kannst!
  6. Schicken: Wenn dieses Gefühl jetzt irgendwo aus Deinem Körper austritt um zu Deinem ICH „dort drüben“ zu gelangen, wo tritt es heraus? Und wie sieht es aus? Vielleicht eine Art Energiestrahl? Welche Farbe? Und wo geht es bei ihr/ihm da drüben rein? Schick ihr/ihm nun soviel davon, wie Du meinst, dass sie/er davon braucht! Lass Dir Zeit dabei. Schau, wie sie/er sich dabei verändert (Körperhaltung, Mimik, Gestik, Farbe,…). Gib ihr/ihm noch mehr davon – solange, bis Du wirklich  zufrieden bist, mit ihr/ihm.
  7. Überprüfe nun noch einmal, dass es dem ICH „da vorn“ wirklich ausreicht oder ob es vielleicht doch noch mehr von der Ressource braucht oder noch eine andere fehlt (dann weiter ab Schritt 2). Bist Du wirklich  sicher, dass jetzt alles super ist?
  8. In die Zukunft übertragen: Was passiert in einer oder „der“ zukünftigen Situation als erstes an dem Du merkst, dass Du JETZT die Emotion brauchst? Oder was passiert unmittelbar zuvor? Welcher sicht-, hör-, fühl-, riech-, schmeckbare Auslöser wird auf jeden Fall da sein, wenn (oder kurz bevor) eine solche Situation beginnt? Er darf auch wirklich erst dann da sein, wenn Du die Ressource tatsächlich brauchst! Beispiele für Auslöser sind: Auftreten bestimmter Personen, Grimassen, Bewegungen, Licht, Farben, Gegenstände, Geräusche, Stimmen, bestimmte Tastwahrnehmungen, Gefühle, Gerüche, Geschmäcke.

Spiele nun innerlich UND in der Zukunft diese Situation durch. Nimm dabei den Auslöser wahr und wie in diesem Augenblick dieser Energiestrahl voll in Dich hereinschießt – von irgendwo her – und dabei die Ressource in Dir entsteht. Wiederhole diesen Schritt 3 mal.

  • Test: Spiele nun innerlich die zukünftige Situation noch einmal durch aber nimm diesmal wahr, was bei Auftreten des Auslösers von ALLEIN in Dir passiert. Jetzt sollte von allein die Ressource in Dir entstehen. Wenn nicht, wiederhole Schritt 8 solange, bis es von allein passiert! Sollte es ausnahmsweise auch nach 5 – 10 Wiederholungen nicht gelingen, beende die Übung. Ich habe Fälle erlebt, bei denen es trotzdem funktioniert hat!

Wichtig zu beachten:

  • Alle Situationen müssen KONKRET sein (bestimmter Tag, bestimmter Ort, bestimmte Zeit)!
    • Es muss die richtige Ressource sein! Beachte hier v.a. Schritt 7!
    • Die Ressource muss maximal intensiv erlebt werden! Steigere Dich richtig hinein, auch wenn es albern aussieht!
    • Dein ICH muss soviel von der Ressource erhalten, dass selbst ein kritischer „Regisseur“ zufrieden mit ihr/ihm sein kann!
    • Diese Methode funktioniert glücklicherweise nicht, wenn Du aus dem Problemverhalten einen wichtigen Vorteil ziehst, für den Dein Unterbewusstsein kein „Ersatzverhalten“ kennt!
Ressourcen schicken

Diese und andere tolle EFT-Kombinationen lernst Du, durch spannende Demonstrationen, eingängige Erklärungen und professionell begleitetes Üben, im EFT Klopfakupressur Modul 4.